


EAG / FPI Europäische Akademie - Weiterbildung Fachkraft für Tiergestützte Intervention im Integrativen Verfahren
Inhalte

Die Europäische Akademie EAG ist seit über 40 Jahren eine staatlich anerkannte Einrichtung der Erwachsenenbildung und zertifiziert vom Gütesiegelverbund Weiterbildung NRW (Qualitätsmanagement).
Die Weiterbildung findet in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Naturtherapie, Waldmedizin und Green Care, DGNT statt.
Die EAG bildet ErzieherInnen, SozialpädagogInnen, PsychologInnen, ÄrztInnen, Pflegekräfte u.v. andere Berufsgruppen durch kurz-, mittel- und langfristigen Zertifikats-Weiterbildungen in natur-, bewegungs- und kreativ-therapeutischen Fachrichtungen fort.
Weiterbildung Fachkraft für Tiergestützte Intervention im Integrativen Verfahren
Ziel der Weiterbildung
Ziel der Weiterbildung Fachkraft für Tiergestützte Intervention an der vom Land NRW staatlich anerkannten Europäischen Akademie EAG ist die Befähigung zum pädagogisch-therapeutischen Einsatz von Haus- und Nutztieren für soziale, pädagogische und therapeutische Berufsgruppen. Die EAG ist vom Gütesiegelverbund Weiterbildung NRW als staatlich anerkannter Träger in der Erwachsenenbildung zertifiziert und unterliegt somit der regelmäßigen Qualitätskontrolle (QM).
Ihre berufsbegleitende Weiterbildung zur Fachkraft für Tiergestützte Intervention im Integrativen Verfahren (Modul 1) erfolgt in einem Zeitraum von ca. einem Jahr.
In Modul 2 erhalten Sie die Möglichkeit einer Qualifizierung zur "Therapeutin für tiergestützte Intervention und Therapie EAG". Es erwartet Sie eine ausgewogene Kombination von theoretischem Wissen, persönlicher und methodischer Selbsterfahrung mit unterschiedlichen Tieren sowie angeleitete Interventionspraxis im Feld Tiergestützte Therapie und Pädagogik.
Folgende Inhalte bilden die Schwerpunkte
- Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung als doppelte Gefährtenschaft
- rechtliche und ethische Grundsätze tiergestützter Interventionen (TGI)
- professionelle Selbsterfahrung als Fachkraft für Tiergestützte Intervention
- Kennenlernen und Arbeiten mit Haus- und Nutztieren im Kontext von TGI
- veterinärmedizinische (Zoonosen-)Kenntnisse
- das Integrative Verfahren als theoretische Grundlage beraterischer und therapeutischer Praxis
- der Einsatz von Bauernhoftieren in der tiergestützten Arbeit
- das Pferd in der TGI
- Praxistransfer, Beratung und Supervision
- bei Bedarf fachliche Begleitung der Abschlussarbeit
Kursdetails
Prinzipien der Weiterbildung
Tiere haben die Menschen über viele Jahrtausende durch die Evolution begleitet. Dabei haben sie zu uns und wir zu ihnen besondere Beziehungsqualitäten aufgebaut. Hunde haben gegenüber ihren Bezugsmenschen ein hohes Einfühlungsvermögen. Sie vermögen sich auf Stimmungen einzustellen, entwickeln spezifische Beziehungsqualitäten. Sie tun einfach gut, wenn man sie „richtig“ behandelt.
Bei Katzen, Pferden, Lamas kommen andere Qualitäten zum Tragen durch die sie zu „Schutzfaktoren“ für die menschliche Seele werden können und Resilienz fördern können. Immer aber geht es um Beziehungsaufbau und Beziehungsgestaltung mit Tieren und Menschen. Denn; bei vielen Menschen haben seelischen Störungen ihre Ursachen in schmerzlichen, verletzenden, gewalttätigen, zurückweisenden, missbräuchlichen Beziehungserfahrungen. Sie können Menschen nicht mehr trauen und sind bis in ihre Seelentiefen verschreckt. Hier können Tiere, werden sie richtig eingesetzt, in der Pädagogik, Heilpädagogik und Therapie bedeutende heilende Wirkungen haben und stagnierte Prozesse in Gang bringen, seelische Resonanzen ermöglichen, aber auch physisch mobilisieren.
Wir setzen tiergestützte Intervention im Rahmen eines integrativen Beratungsmodells ein, das die „psychische Dimension“ von Mensch und Tier in das Zentrum stellt – man sage nicht, Tiere hätten kein Seelenleben! Wir sehen Mensch und Tier aber auch in ihrer leiblichen Interaktion, beim Spiel, bei der Arbeit, beim Üben, wo die neurobiologischen Anreize eine große Bedeutung haben.
Im Umgang und in der Arbeit mit Tieren innerhalb der Weiterbildung TGI legen wir Wert auf artgerechte Haltung. Diese orientiert sich an ihren natürlichen Lebensbedingungen und nimmt Rücksicht auf artspezifische Verhaltensweisen, um Tieren eine Existenz zu ermöglichen, die den angeborenen Eigenschaften und Bedürfnissen sowie der ursprünglichen Lebensweise nahekommt, dabei aber auch die heilenden Kommunikationsmöglichkeiten mit dem Menschen zu nutzen vermag.
Unsere Weiterbildung findet in Kooperation mit tiergestützten Praxisprojekten aus der näheren Umgebung von Hückeswagen statt:
- Herzwurzelhof von Grit Glöckner (zertifizierter Begegnungshof n. Carola Otterstedt)
- Feel good Alpaka von Angela Niederwipper
- Gestüt Curly Horses von Daniela Söhnchen.
SeminarleiterInnen
- Grit Glöckner-Kolodziej (Tiergestützte Therapeutin & Coach)
- Eva Sobiraj (Tiergestützte Therapeutin, Physiotherapeutin)
- Dr. med. Daniela Pörtl (Fachärztin Psychiatrie, Hundeforscherin)
- Dipl.-Soz.päd. Änne Türke (TGI mit Hunden)
- Daniela Söhnchen (Pferdezüchterin und Gestütsleitung)
- Dr. Frank-Otto Pirschel (Integrativer Sozialtherapeut und Supervisor, systemischer Therapeut)
- Dr. med. vet. Stephan Paufler
- Christiane Ratermann (Dipl.-Soz.päd., Integr. Sozialtherapeutin, Lehrtherapeutin u. Supervisorin)
Die DozentInnen sind in der Grundlagen- und Praxisforschung und/oder in der praktischen pädagogischen, sozialarbeiterischen, psychologischen und therapeutischen Arbeit mit einem Schwerpunkt in der tiergestützten Pädagogik und Therapie aktiv.
Zielgruppe
Personen, die in psychosozialen Berufen arbeiten wie ErzieherInnen, SozialpädagogInnen, AltenpflegerInnen, HeilpädagogInnen, ErgotherapeutInnen, LehrerInnen, Krankenschwestern, PsychologInnen, ÄrztInnen, Leitende von Besuchsbauernhöfen, andere Interessierte gern auf Anfrage
Weitere Informationen
zur Kompakt-Weiterbildung Fachkraft für Tiergestützte Intervention:
www.eag-fpi.com/fachkraft-fuer-tiergestuetzte-intervention/
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